Wir trauern um unseren Seniorchef Albert Hoferer

 

In tiefer Trauer nahmen wir Abschied von unserem sehr geschätzten Seniorchef Albert Hoferer.

 

In einer bewegenden und würdigen Trauerfeier nahmen Familienangehörige, Mitarbeiter, Freunde und Weggefährten am Samstag, 18. Mai 2024 Abschied von unserem Seniorchef Albert Hoferer.

 

Wenig förmlich – dafür viel Raum und Zeit für Erinnerung und dankbarer Rückschau prägte die Verabschiedung. Pfarrer Ralf Dickerhof sprach vom facetten- und ereignisreichen Leben von Albert Hoferer, seiner Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und vom hingebungsvollen Menschen, der gerne mit und für andere gelebt hat und immer zur Stelle war.

 

Dirk Hoferer blickte auf das Leben seines verstorbenen Vaters zurück. Geboren wurde Albert Hoferer am 04. Juli 1940 in Karlsruhe. Sein Weg führte ihn und seine Familie über mehrere Stationen 1945 nach Bad Peterstal. Als Ministrant, beim Stenografenverein, im Tischtennis, Tennis und im Spielmannszug wirkte er mit und engagierte sich für das Gemeinwohl. Bad Peterstal wurde ihm zur Heimat.

 

1963 trat Albert Hoferer in die Firma TREYER Paletten ein. Zwei Jahre zuvor war der einzige Sohn und Nachfolger des Firmengründers Hubert Treyer tödlich verunglückt. Am 15. Mai 1965 heiratete Albert die Tochter seines Chefs, Inge Treyer.  Kurze Zeit später verstarb völlig überrascht der Firmengründer – Albert und Inge Hoferer übernahmen die Firmenleitung für die damalige Kistenfabrik.

 

Mit Tochter Silke und Sohn Dirk wurde aus dem Paar eine Familie. Sechs Enkel und ein Urenkel kamen hinzu.

 

Die Ehe von Albert und Inge war eine Verbindung, die auch für das Unternehmen eine erfolgreiche Zukunft verhieß. Albert Hoferer, eigentlich gelernter Kaufmann,  war zuständig für die Bereiche Technik, Produktion und Vertrieb. Er war sich nicht zu schade, in allen Bereichen der Firma quasi nochmal in die Lehre zu gehen. Sein ehrgeiziger Plan, den er auch umsetzte, war zu verstehen, wie der Betrieb funktionierte und im Zweifelsfall selbst mit Hand anzulegen.

 

Ab Ende der 60ger Jahre spezialisierte Albert Hoferer weitsichtig die Produktion mehr und mehr auf die Herstellung von Paletten, da in der Getränkeindustrie der Kunststoffkasten die Holzkiste verdrängte.

 

Bei seinen Mitarbeitern und Geschäftskollegen genoss Albert Hoferer ein sehr hohes Ansehen. Als Chef, der zupacken kann verstand er es, sich auf Augenhöhe mit seinen Mitarbeitern zu unterhalten und auch auf ihre Sorgen einzugehen.

 

Gewinn und Erfolg waren für ihn als Geschäftsmann und Unternehmen zwar wichtig, aber das menschliche Miteinander, die Unterstützung für Andere und ehrenamtliches Engagement zählten für Albert mindestens genau so viel.

 

Neben seinen Aufgaben als Unternehmen engagierte er sich auch im Gemeinderat Bad Peterstal-Griesbach und in der Gütegemeinschaft Paletten. Er wirkte bei der Gründung der European Pallet Association (EPAL) 1991 mit und war von 2002 bis 2018 Mitglied im EPAL-Beschwerdeausschuss.

 

Eine Herzensangelegenheit war für Albert Hoferer gemeinsam mit seiner Ehefrau Inge das Engagement für den Förderverein für krebskranke Kinder. Seit über 25 Jahren zählt das Ehepaar Hoferer und die Firma Treyer Paletten zu den verlässlichen Unterstützern des Vereins.

 

Doch bei allem geschäftlichen und ehrenamtlichen Engagement hatte das Familienleben für Albert Hoferer immer einen hohen Stellenwert. Gemeinsame Urlaube mit der ganzen Familie, die Reisen mit der geliebten Frau Inge gehören zu den schönsten Erinnerungen von Sohn Dirk und Tochter Silke.

 

Der Tod seiner Ehefrau Inge im Dezember 2019 war ein schwerer Schlag für Albert Hoferer. 2023 erhielt er selbst dann die Diagnose einer schlimmen Krankheit. Solange es ihm noch möglich war, kam er täglich ins Unternehmen und hatte jederzeit ein offenes Ohr für die Belange seiner Mitarbeiter.

 

Wer immer Albert begegnete, war begeistert von seiner Erfahrung, seiner Ehrlichkeit, seiner Güte und auch von seinem unverwechselbaren Humor. Sein Vermächtnis wird in den Herzen all jener weiterleben, die das Glück hatten, Albert Hoferer kennen zu lernen.

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